Schreiben im Netz

1. Das Weblog favorisiert die kurze Form.
2. Die kurze Form verlangt eine eigene Sprache.
3. Es ist eine verkürzte Sprache.
4. Nicht alles wird gesagt.
5. Die Inhalte verschieben sich vermehrt in die Leerstellen zwischen den Worten und hinter die Sätze.
6. Die Schrift spinnt ein Netz, in dem der Inhalt zappelt.
7. Bläst sich der Inhalt zu sehr auf, reisst das Netz.
8. Der vorsichtige Leser ergreift rechtzeitig die Flucht.
(9. Für den Autor kommt jeder Versuch, dem Text zu entkommen, in der Regel zu spät.)

Varia |
Markus A. Hediger am 27.03.2007
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