Notizen eines Telegraphen (I)
Während ich dies in einer Weise niederschreibe, die für Sie auf Anhieb verständlich ist, muss ich die Zeichen in meinem Kopf erst in andere (in diese, die Sie hier lesen) übersetzen. Es kostet mich einige Anstrengung, dies zu tun, denn die Mittel, derer Sie sich für Ihre Verständigung mit Ihresgleichen bedienen, folgen einem anderen Rhythmus als meine Gedanken. Meinesgleichen gibt es nur wenige. Auch kommt die Plauderhaftigkeit Ihrer Sprache so gar nicht meinen Vorlieben und Bedürfnissen entgegen, doch ich sehe, dass ich mich ihr nicht entziehen kann. Es scheint unmöglich, Ihre Zeichensprache zu benutzen und nicht abzuschweifen. Als ob sie auf Geschwätzigkeit angewiesen wäre, um den Anschein von Gehalt und Tiefe aufrecht zu erhalten.
Papier sei geduldig, meinen Sie.
Auch dies ist eine Erfahrung, die wir nicht teilen. Haben Sie schon einmal einen Telegraphenschreiber bei der Arbeit beobachtet? Wie er unaufhaltsam Meter um Meter von der Papierrolle unter der Nadel hindurchzieht? Der Papierstreifen wartet nicht. Kommen Sie auf den Punkt.
