Maskerade
Nicht nackt wird der Mensch erkannt, sondern in den Verkleidungen, die er wählt. Ein Roman, der mich schonungslos aufdeckte, dürfte also nicht von mir erzählen, sondern von dem, was mir fremd ist. Von Vertrautem dürfte nicht die Rede sein, denn das, womit ich mich täglich umgebe - darin lässt sich’s gut verstecken. In der Fremde, so meine Erfahrung, gebe ich mir die ärgsten Blössen. Dort, wo ich, um zu Überleben, Zuflucht in der Maskerade suche.
