Ein Blutbad, so grausig (4)
Gerüchte um einen sagenhaften Silberberg am Rio de la Plata versetzen Europa in helle Aufregung. Portugal und Spanien werfen Armeen auf den amerikanischen Kontinent. Beide Königreiche versuchen verzweifelt, dem
anderen zuvorzukommen und den Schatz für sich zu erobern. Doch noch weiss keiner, wo er sich befindet. Da Cosme Fernandes Pessoa, obwohl Portugiese, die Spanier in ihrer Suche nach dem Silberberg unterstützt, fällt der Gesandte des portugiesischen Königs Martim Afonso im Jahre 1532 über São Vicente her, vertreibt den Schwätzer und seine Indios, besetzt die Stadt und errichtet dort einen militärischen Stützpunkt.
Der Schwätzer, auf seine Insel zurückgeworfen, schwört Rache. Ein Jahr lang schweigt der Schwätzer. Afonso wähnt sich in Sicherheit. 1533 sendet er den Portugiesen Pero Lobo mit 80 Soldaten gen Westen, wo er den Silberberg vermutet. Aber bereits an den Ufern des Iguaçú wird Pero Lobo mit seinen Mannen vom Schwätzer, einigen Spaniern und den Carijó-Indianern überfallen und dahingeschlachtet. Das Blutbad, das sie anrichten, ist so grausig, dass selbst der Schwätzer nicht darüber reden mag.
