Warten im Sand

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Wir können uns nicht sicher sein, was genau geschah. Ich glaubte, mich an einen Achsenbruch zu erinnern, der uns zum Warten zwang. Wir, die Kinder, spielten im Sand.
Mein Vater meint, ich - Kaugummi kauend - sei gar nicht dabei gewesen.
Weshalb aber ist dieses Bild in meinen Erinnerungen so präsent?
Die Sehnsucht nach einer Geschichte, einer eigenen, antwortet Vater, erzeugt seltsame Bilder.
Es sei immer wieder eine Überraschung, wenn er das beleuchtete Papier in der Dunkelkammer aus dem Entwickler hebe.
Wir einigen uns darauf, dass zumindest Elisamar, mein einheimischer Ziehbruder, mit dabei gewesen sei. Elisamar und der Jeep.
Es ist seine Erinnerung.

am 29.10.2006

erzähltes, erlebtes und eingebildetes können der erinnerung schon einen streich spielen. vom vergessenen und verdrängten ganz zu schweigen. zum schluss kommt dann noch, das erwünschte.

mar am 29.10.2006 um 08:02

wie die erinnerung einem mitspielen kann, siehe z.b. auch >>> hier bei spiegel online.
mich interessiert vor allem die frage nach dem niemandsland zwischen fiktion und realität, auf dem wir unser eigenes ich aus dem boden klopfen. das ist spannend.
(dass das schon thema im spiegel ist, macht es fast schon zum gemeinplatz, ich weiss. man muss also drüber hinweg oder tiefer hinein blicken, um neues zu entdecken.)

mah am 29.10.2006 um 08:17
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