Und dahin will ich…
"… aber wir leben in einer lateinamerikanischen Zeit, in der es mangels echten Terrors die kleinen nächtlichen Ängste gibt, die den Schriftstellern einen unruhigen Schlaf bereiten mit Alpträumen des Eskapismus, des Nicht-Engagements, des Revisionismus, der literarischen Libertinage, der Willkür, des Hedonismus, des l’art pour l’art, des Elfenbeinturms; der Synonymie und der Idiotie ist kein Ende. Jeder Polizeikommissar ist bereit, im Dichter den Homosexuellen oder den Kokainsüchtigen oder den Unzurechnungsfähigen vom Dienst zu sehen; und das entsetzlichste ist, dass es einmal einen Kommissar namens Platon gab.”
Julio Cortázar, in “Häuschen des Chamäleons”
(Es folgen in diesem Aufsatz einige bitterböse Bemerkungen über Dichter, die das persönliche Engagement ihres Werkes emphatisieren ("Oft ist man autobiographisch oder panegyrisch [...] wie man auf anderen Gebieten rassistisch ist."), die dann doch wieder eine schöne Anleitung ergeben, wie der obengenannten Idiotie zu entkommen ist. Ich will’s wissen (bin ich ein Idiot oder nicht, werde ich auch in Brasilien weiterschreiben oder besser nicht), und will dahin. Jetzt erst recht.)