Und dahin will ich…

"… aber wir leben in einer lateinamerikanischen Zeit, in der es mangels echten Terrors die kleinen nächtlichen Ängste gibt, die den Schriftstellern einen unruhigen Schlaf bereiten mit Alpträumen des Eskapismus, des Nicht-Engagements, des Revisionismus, der literarischen Libertinage, der Willkür, des Hedonismus, des l’art pour l’art, des Elfenbeinturms; der Synonymie und der Idiotie ist kein Ende. Jeder Polizeikommissar ist bereit, im Dichter den Homosexuellen oder den Kokainsüchtigen oder den Unzurechnungsfähigen vom Dienst zu sehen; und das entsetzlichste ist, dass es einmal einen Kommissar namens Platon gab.”
Julio Cortázar, in “Häuschen des Chamäleons”

(Es folgen in diesem Aufsatz einige bitterböse Bemerkungen über Dichter, die das persönliche Engagement ihres Werkes emphatisieren ("Oft ist man autobiographisch oder panegyrisch [...] wie man auf anderen Gebieten rassistisch ist."), die dann doch wieder eine schöne Anleitung ergeben, wie der obengenannten Idiotie zu entkommen ist. Ich will’s wissen (bin ich ein Idiot oder nicht, werde ich auch in Brasilien weiterschreiben oder besser nicht), und will dahin. Jetzt erst recht.)

am 26.09.2007

dahin und niegends anders, wenn der wind ein leben in diese richtung trägt, in der er weht, nichts wäre zerzauster,wie stehen zu bleiben, um einem blick zu genügen, der wind, der dem aufbruch seine stärke gibt, ihn schiebt und zieht und über die grenzen hebt, über der, die sprache nur bildlos ein leben zkizziert, um es dann, nach dem landen in eine form zu bringen, in eine weiterschreibende, sich weiterformulierende sprache, dahin....wo die winde wehen und dahin, wo du willst.....
ich wünsche dir deinen wind...........

nachtigall am 01.10.2007 um 09:18
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