Kathleen York

Für die Spa_tien-Sondernummer “was sind literarische weblogs?”, die im Januar 2008 mit Beiträgen der bei Litblogs.net gelisteten Autorinnen und Autoren als Buch erscheinen wird, suchten Hartmut Abendschein, Benjamin Stein und ich eine/n Künstler/in, der/die das Buch gestalten könnte. Kerstin Klein erklärte sich liebenswerterweise bereit, auf ihrem Weblog einen Wettbewerb auszuschreiben. (Ihr noch einmal einen ganz herzlichen Dank dafür, auch für den breiten Rücken, den sie im Verlauf des Wettbewerbs bewiesen hat!). Die eingereichten Arbeiten hat sie auf einem eigens dafür eingerichteten Weblog publiziert.
Am 31. Juli lief die Anmeldefrist aus und in den letzten Tagen hatten wir, die Herausgeber von Spa_tien, die Aufgabe, den Gewinner zu küren. Neben praktischen Aspekten liessen wir uns bei unserer Wahl vor allem von der Frage leiten, ob die eingereichte Arbeit eine zusätzliche Interpretationsebene, eine neue Perspektive auf das Thema “literarische Weblogs” eröffnete. Hiervon ausgehend fiel unsere Wahl auf den Wettbewerbsbeitrag von Kathleen York.

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Das U-Bahn-Netz als Metapher für das Internet, die Anonymität, in der man sich der U-Bahn bedient und von einem Ort zum anderen gelangt, die beiläufige, oft zufällige Lektüre der an die U-Bahn-Wände gekritzelten Texte, das vergängliche dieser Schriftzeichen - das sind nur einige der Parallelen zu Weblogs, die ich in diesen Bildern fand. Kathleen Yorks “Commuter"-Zeichnungen geben eine ganze Menge her.

am 07.08.2007

eigentlich bewegt man sich nicht als anoymus in der u-bahn, ganz im gegenteil, nirgendwo ist man sich so nah wie dort, vorallem wenn man sitzt, da ist der Vergleich zu einem Gefängnis schon viel treffender, dieses eingeschlossen sein, dieses nur dann rauskommen können wenn die türe sich automatisch öffnet (wobei sich im gefängnis nur wenige, dafür aber die entscheidenden türen automatisch öffnen)
als webblogs sind dann doch eher etwas öffnendes, wenn man sie nicht gerade zuschließt....
ich bin furchtbar gell, immer muß ich widersprechen und wissen sie warum? weil wir hier in giessen keine u-bahn haben...aber dafür busse und da hatte ich in dieser Nacht einen ganz schrecklichen Alptraum, aber den erzähl ich Ihnen lieber nicht

am 07.08.2007 um 08:52
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