Er kann nicht aufstehen.

Die Sporthalle war bereits am Nachmittag zum Brechen voll, obwohl der Kampf erst am Abend beginnen würde. Links vom Eingang nahm das Nachbardorf Platz, rechts liessen sich die Einheimischen auf den Sitzen nieder. In der Mitte der Halle, etwas erhöht, stand der Boxring. Beschimpfungen flogen von links nach rechts, Flüche wurden mit wüsten Schmähungen quittiert. Endlich betrat Bob Storm unter lautem Jubel die Arena, überwand beschwingt die Seile und liess sich in der linken Ecke nieder. Die Rechte wartete nun auf den Einzug von Twister Jack. Er kam nicht. Als der Kampfrichter Bob Storms Forfaitsieg ausrufen wollte, schüttelte dieser energisch den Kopf und meinte, er habe noch nie gegen einen Feigling gekämpft.
Sheriff Luke fuhr zu Jack nach Hause. Sandy, Jacks Frau, öffnete ihm die Tür. Jack sass auf der Couch im Wohnzimmer, schweissüberströmt und erschöpft. Er trug Boxershorts und seine Hände waren bandagiert. “Er hat den ganzen Abend lang gekämpft”, sagte Sandy. “Armer Kerl”, meinte Luke. Der Fernseher lief. Ein letztes Mal versuchte Jack aufzustehen. Er stützte sich mit beiden Armen auf, doch seine Beine wollten ihn nicht mehr tragen. “Bereiten Sie dem ein Ende, Sheriff”, bat Sandy leise. Luke begann, ihn auszuzählen.

am 31.05.2007

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