Elend unter Palmen



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07:10:
So gegen neun hörte der Regen gestern auf, die Sonne brach durch die Wolken, es wurde ein schöner Tag. Mit unserer Kleinen fuhren wir an den Strand von Ipanema und gingen im Sand spazieren.
Hinter Ipanema erhebt sich eine Hügelkette, die bewaldet und noch nicht behaust ist. Zwischen tropischen Laubbäumen erheben sich hier und da auch Palmen, sogar Bananenstauden sind in dieser Wildnis auszumachen. Der Strand war voller Touristen, ich hatte vergessen, dass es Menschen mit so weisser Haut gibt. Das Meer war aufgewühlt, grosse Wellen brandeten heran, so dass unsere Kleine, jedesmal wenn einer dieser Wasserriesen tosend zusammenkrachte, sich schutzsuchend an mein Bein klammerte.
Dann ging mein Blick wieder hinüber zu den grünen Hügeln, auf denen die Palmen wachsen. Da wurde mir bewusst, wie sehr ich an diesen Bäumen hänge.
Diese Einsicht hat mich ganz elend gemacht. Als wir wenig später wieder nach Hause kamen, lagen auf dem Tisch Prospekte von Schweiz Tourismus. Ich bin früh zu Bett letzte Nacht und mochte heute früh gar nicht aufstehen.
Wie das Wetter heute ist, interessiert mich nicht. 


am 25.08.2008

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