El libro de las cosas
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Nach der heftigen Krise der letzten Tage, begleitet zudem durch eine an den Kräften aller zehrenden Krankheit unserer Tochter und einer Grippe, die nun auch mich erwischt hat, scheint es langsam aufwärts zu gehen. Solche Krisen, inklusive heftiger Selbstanklage, scheinen unausweichlich, wenn man sich auf Veränderungen einlässt. Sie sind ein Anzeichen dafür, dass man nicht stehen bleibt, auch wenn in der Krise selbst diese Zuversicht fehlt. Fällt man, soll man sich fallen lassen. Zweifelt man, soll man an allem zweifeln.
2
Als ich während den ersten Monaten in der Schweiz (es muss 1991 gewesen sein, als die Schweiz 700 Jahre Eidgenossenschaft feierte) einen guten Freund meines Vaters besuchte und ihm von meiner Glaubenskrise erzählte, hörte er sich alles stille an und meinte, als ich mich ausgesprochen hatte: Weiche deinen Zweifeln nie aus. Das von einem überzeugten Christen zu hören, war Gold wert. Er sagte nicht: Du musst am Wort Gottes festhalten. Er sagte auch nicht: Deine Zweifel sind eine Versuchung des Teufels. Er meinte nur: Wenn du zweifelst, zweifle.
3
Auf diese Unterredung folgten vier lange, verzweifelte Jahre. Bis ich mich daran gewöhnte und im Zweifel selbst eine Art Boden fand. Einen Boden, der sich zwar ständig entzog, mich aber so zugleich zwang, einen Schritt vorwärts zu tun.
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Der Schritt vorwärts: Heute habe ich meinen ersten Beitrag für mein portugiesisches Weblog „El libro de las cosas“ (der Titel ist spanisch, weil er einfach schöner ist als das portugiesische „O livro das coisas“, das etwas despektierlich daherkommt) geschrieben und werde täglich weiter dafür schreiben, bis ich in der Sprache meiner neuen Heimat meine neue Heimat gefunden haben werde.
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(Es ist ein kleiner Schritt. Aber man vergesse nicht, dass Worte Menschen versetzen können.)