Ein Viadukt und kein Wort dafür
1
Wieder da, wo ich begonnen hatte.
2
Am Punkt, wo mir die Worte fehlen. Doch diesmal schlage ich (es muss ja weiter gehen, nicht wahr?) eine andere Richtung ein. Statt dem einfachsten Weg zu folgen und der deutschen Sprache nachzugeben, werde ich mein Leben neu aufrollen. Auf Portugiesisch, diesmal. In holprigen, schwerfälligen Sätzen wahrscheinlich, so unvertraut wie mir die Sprache meiner Kindheit während den Jahren in der Schweiz geworden ist.
3
Was für ein dummer, dummer Fehler (so idiotisch, dass ich mich dafür schäme) anzunehmen, man könne sich einem Land in einer diesem fremden Sprache nähern. Auf deutsch habe ich mich in den vergangenen Wochen vielleicht, wenn überhaupt, mir, der ich auf deutsch denke und schreibe, genähert, bin aber Rio und dem Leben in dieser Stadt damit keinen Schritt näher gekommen. Vielleicht auch deshalb meine Abneigung gegen diese Stadt: Ich plaudere auf deutsch auf sie ein und wundere mich darüber, dass sie mich nicht versteht.
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Wundere mich darüber, dass ich sie nicht verstehe.
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Rio de Janeiro, cidade maravilhosa.
Rio de Janeiro, wunderbare Stadt.
Sage ich es auf deutsch, glaubt mir das niemand.