Suburbia und die Schachteln. I

Hartmut Abendschein hat die Angewohnheit, sehr gute Texte zu schreiben. Bisweilen finden sich (Text-)Reihen darunter, die, in anderen Köpfen eingereiht, neue Ordnungen schaffen: als verschöbe sich die Sprache in ein neues Gefüge. Das geschah mir bereits einmal mit “die stadt - kein zyklus”. Ich schrieb dazu “Die Stadtstreicher”, schliesslich entstand aus dieser Ko-Respondenz das Projekt “urban studies”, das voraussichtlich im Frühjahr 2007 als kleines Büchlein erscheinen wird.
Nun ist es wieder geschehen. Abendschein hat “Schachteln” gefunden, geöffnet und ich habe hineingeschaut. Wohin das diesmal führt, keine Ahnung. Mein Auto ist weg, ich stehe vor der Garage (sie selbst eine Schachtel) dazu verdonnert, sie auszuräumen.

am 02.11.2006

"sehr gute texte” - jetzt ist aber gut! ich muss bei dieser formel auch immer etwas lachen, auch, weil ich dabei immer an einen gedichtzyklus von helmut krausser denken muss, den er sehr gute lyrik nannte. ein - in der tat - sehr guter titel ...

hab am 02.11.2006 um 07:14

ehre, wem ehre gebührt. im ernst.
und ernst weiter: ich habe mir während den letzten tagen den kopf darüber zerbrochen, weshalb ausgerechnet texte wie “die stadt - kein zyklus” und “schachteln” mich derart inspirieren. ich vermute, dass sie die struktur meiner erzählstrategien offenlegen. hm, nein, offenlegen ist falsch. vielleicht bieten sie ein gerüst, an das sich meine geschichten anschmiegen, völlig natürlich, obwohl du ja in den genannten fällen vorgibst, sie seien etwas konstruiertes. ich vermute, das ist taktik, ein hinterhalt.

mah am 02.11.2006 um 07:33

jtzt wird alles noch verschachtelt? bin gespannt.

mar am 02.11.2006 um 08:08

die verschachtelung von schachteln, oder die verbüchsten büchsen, hat abendschein von beginn an ins spiel gebracht. dieses spiel muss jetzt dennoch gewonnen werden.

mah am 03.11.2006 um 08:00
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