Das Buch, kräftig an die Wand geworfen
Heute, beim frühmorgendlichen Schreiben, verspürte ich den Drang, einen Roman zu verfassen, in dem so viel von mir drinsteckt, dass es ausreichen würde, das Buch einmal kräftig an die Wand zu werfen, um mich umzubringen.
Der Drang hält an.
am 21.09.2008
Eine schlagkräftige Formulierung. Ich würde natürlich mit Vorsicht durch die Seiten dieses Buches manövrieren und ihm einen behaglichen Platz in meinem Bücherregal zukommen lassen.
Mart am 21.09.2008 um 15:04
ich habe jetzt lange darüber nachgedacht, ob ein buch, das so schonungslos den autor offenlegte, nicht auch eine schonungslose lektüre verlangte…
aber ein solches buch gefährdete natürlich auch den leser. daher wäre der sicherste ort dafür wohl tatsächlich das bücherregal.
Markus am 21.09.2008 um 19:36
Markus, Du machst mir Angst. Tu das bitte nicht!! Ich glaube nämlich, dass Du damit den Autor in Dir tatsächlich umbringen würdest, während Du als “übrige Person” (das wäre bei Dir sicher immer noch sehr sehr viel) wahrscheinlich weiterleben müsstest.
Oh ja, wie nachvollziehbar ... Ich habe mich, um solche Regungen abzureagieren, auf “Kunst” verlegt, in der ich keinerlei Ambitionen hege. Malen, Zeichnen, Speckstein, Kristalle züchten. Da bin ich völlig unbefangen, und ich muss das Zeug niemandem zeigen.
La Tortuga am 22.09.2008 um 17:29
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