Podcast der Lärmenden Akademie und weitere gute Nachrichten
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Dieser Tage häufen sich die guten Nachrichten.
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Es freut mich ausserordentlich, den ersten gemeinsam mit Michael Perkampus produzierten Podcast ankündigen zu können. Der Pod-z-Blitz Nr.9, erstmalig unter dem Label der Lärmenden Akademie produziert, ist online! (Mit freundlicher Genehmigung der Lärmenden Akademie wird der Pod-z-Blitz auch auf SkyRadio gesendet.)
In dieser Sendung beschränkt sich mein Part noch auf den eines Sprechers, alles andere hat Michael dazugetan. Für die nachfolgenden Sendungen bin ich angehalten worden, mich stärker einzubringen, was ich natürlich gerne tun werde. “Herr Palomar im Aufnahmestudium” wird in Gänze aus meiner Feder stammen, Produktion und Schnitt jedoch von dem besorgt, der es nach wie vor am Besten kann.
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Es scheint, als ob wir innerhalb der nächsten fünf Tage die Schlüssel für Büro und Atelier im Nachbarhaus erhalten werden. Auch das sagenhaft gute Nachrichten. So langsam kommen wir hier in Rio in die Gänge.
Nullrunde
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Nullrunde.
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Platz für Ankündigungen.
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Nachdem ich nach langer Arbeit die Erzählung “Der rote Kolibri” fertigstellen konnte und hoffentlich damit endlich auch die Dämonen versöhnt habe, die mich mit diesem Stoff jetzt doch schon einige Jahre lang bedrängt haben, ist jetzt Zeit für anderes: Ich hatte Michael Perkampus schon vor einiger Zeit eine Langerzählung für die Reihe Prosa-Inseln seiner Edition Neue Moderne versprochen, kam aber nie dazu, sie zu schreiben. Jetzt sind die ersten acht Absätze als Podcast auf SkyRadio zu hören. Weitere Absätze folgen in unregelmässigen Abständen. (Der Text wird diesmal nicht als PDF zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei ja nicht um die definitive Version. Die können Sie sich kaufen, sobald das Büchlein fertig ist. “Der rote Kolibri” übrigens wird online gar nicht verfügbar gemacht, weder in gesprochener noch in geschriebener Form. Ihm ist ein exklusiver Platz zwischen zwei Buchdeckeln zugedacht. Auch dieses Buch werden Sie sich kaufen können. Weiteres dazu, wenn’s dann so weit ist.)
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Heute ebenfalls erschienen: das erste “Lesezeichen” mit den besten Beiträgen der LitbloggerInnen der letzten drei Monate.
Möglicherweise ein wunderbares Leben
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Vor einigen Wochen waren wir schon einmal hier gewesen, an einem Sonntag, hatten aber keinen Parkplatz finden können. Kilometer um Kilometer Autos dicht an dicht. Und der Strand voller Menschen. Meine Frau meinte: Versuchen wir’s doch an einem Samstag.
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Ich packte die Strandtasche ohne grosse Zuversicht. Samstag oder Sonntag, wo war da der Unterschied? Das Wochenende ist bekanntlich zwei Tage lang. Aber es drängte mich hinaus, an die Sonne, die endlich, nach einer Woche kühlen Regens (wohltuend kühl, aber eben doch nass), wieder an einem wolkenlosen Himmel stand.
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Tags zuvor hatten wir uns im Nachbargebäude eine kleine 3-Zimmer-Wohnung angeschaut, für bescheidene 500 Franken monatlich. Wir suchen Arbeitsräume, ein Atelier für meine Frau, ein Büro für mich. Also fuhren wir in den zweiten Stock hinauf und betraten lichtdurchflutete Räume, sagenhaft hell und mit von Hochhäusern unverstelltem Blick auf die Dächer des Quartiers, sogar die wunderschöne Barockkirche am Fuss der Christusstatue ist von dort aus zu sehen.
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Wir sind auf der Suche nach jemandem, unter dessen Namen wir die Wohnung mieten können. Hier in Rio wird von Mietern ein Erwerbsnachweis verlangt, den können weder meine Frau noch ich erbringen. Der Hinweis, dass auf einem Schweizer Konto unser Erspartes liegt, reicht nicht. Heute also Gespräche und Verhandlungen mit der Gebäudeverwaltung und mit Freunden.
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Heute wurden zudem die Regeln festgeschrieben, die ich bei der Neuerfindung meines Lebens zu beachten habe: An sogenannten hard facts soll nicht gerüttelt werden. Geburtsurkunde, Name der Eltern, Farbe des Passes, die geographischen Stationen meines Lebens bleiben unverändert. Es ist mir jedoch untersagt, den christlichen Glauben und damit verbundene Krisen zur Begründung irgendwelcher Ereignisse oder Entscheidungen anzuführen. Ich darf von Kirchen erzählen, wenn sie als Gebäude für die Geschichte unerlässlich sind, ich darf von Gläubigen schreiben, wenn sie in Gestalt z.B. der schönen Tochter eines Gemeindeältesten daherkommen. Ich selbst jedoch darf mich nicht als religiösen Menschen beschreiben. Ob ich das hinkriege – keine Ahnung. Es bedeutet, den Blick auf das zu richten, was ich bislang unbeachtet links liegen liess.
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Nur langsam freunde ich mich mit dem Gedanken an, möglicherweise ein wunderbares Leben gehabt zu haben, das nun hier in Rio seine Fortsetzung findet. Wir fuhren ans Meer, an der Strasse standen zwar bereits einige wenige Wagen, aber es war Platz, viel Platz für unseren kleinen Clio, der Sand war sauber, das Wasser auch und kühl, die Strömung stark, aber das wussten wir ja.