4. Juni 2007. Es geht vorwärts

13:44

Ich mag es kaum glauben: Heute auf dem Konsulat endlich die erlösende Nachricht, dass ich alle Dokumente und Papiere (die richtigen!) beisammen habe. Das Visum ist beantragt. Der Mitarbeiter auf dem Konsulat meinte, es könne innerhalb eines Monats dasein (ich stelle mich mal auf drei ein). Ist es einmal bewilligt, habe ich sechs Monate Zeit, es abzuholen. Sobald es in meinem Pass eingetragen ist, muss ich innerhalb von 90 Tagen in Brasilien einreisen. Das heisst, sollte es bereits Anfang Juli da sein, warte ich bis September, um es abzuholen. So geht die Rechnung wunderbar auf und wir reisen Anfang November aus. (Je früher ich die Benachrichtigung erhalte, dass ich das Visum bekomme, umso eher kann ich den Flug buchen und so hoffen, einen günstigeren Tarif zu bekommen. Die Auswanderung ist auch finanziell aufwendig und wo immer ich sparen kann, umso besser.)
Papierkram, der noch zu erledigen ist: Im September die Abmeldung bei Steueramt und Einwohnerkontrolle Ende September, damit ich die Abmeldebestätigung erhalte. Ohne diese müsste ich den Hausrat, den wir per Schiff nach Brasilien transportieren lassen, und das Ersparte bei der Überweisung verzollen bzw. versteuern. Auch dieser Zettel muss vom Konsulat abgestempelt werden, was mich nochmals (das Visum kommt mich insgesamt schon auf ca. 600 Franken zu stehen) 40 Franken kostet. Im Oktober sind dann die ganzen tierärztlichen Zeugnisse für unseren Hund zu besorgen und vom Konsulat anzuerkennen (nochmals 40 Franken).
(Nicht aufgeführt sind hier alle Verträge, die im Verlauf der nächsten Monate termingerecht zu kündigen sind.)

Nur langsam sickert die Erkenntnis durch, dass das neue Abenteuer in Übersee auch Abschied bedeutet. Am 12. Oktober jährt sich meine Einreise in die Schweiz zum siebzehnten Mal. So überstürzt und unüberlegt und völlig unvorbereitet ich damals Brasilien verliess - das soll nicht wieder vorkommen. Die Folgen davon waren nicht wirklich angenehm.

16:28

Und zur Einstimmung auf die brasilianische Hitze:

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Markus A. Hediger am 04.06.2007
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Enzyklopädie der Ewigkeit

Die arg holpernde Rohfassung trug noch den Titel “Wettstreit der Dichter” und wurde vor einiger Zeit in Hanging Lydias Schaukelblättern vorgestellt.

Nun in der ersten Überarbeitung und mit neuem Titel “Enyklopädie der Ewigkeit”.
Übergänge sind geglättet, einige Motive entfernt, die verbleibenden aufeinander abgestimmt.
An der Sprache wird in der zweiten Überarbeitung gefeilt.


Markus A. Hediger am 02.06.2007
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Mister Woo’s “The Art of Dying in a Room”

"Das wirklich Traurige an dieser Geschichte ist, dass vieles von dem, was in ihr erzählt wird, wahr ist.”
Mister Woo

>>> Hier, komplett, als PDF in der allerersten Rohfassung.


Markus A. Hediger am 01.06.2007
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Zwischenstand (3)

Für die Edition 30°:
- von J. L. Cores: “In Rio”. Fertig gestellt. Drei Erzählungen: “In Rio”, “Sund Island”, “Take-Away”. >>> Hier in der ROHFASSUNG als PDF-Datei.
- von Sandra Dir: “Reise ins Wasser” Fertig gestellt. >>> Hier in der ROHFASSUNG als PDF-Datei.
- von Mister Woo: “The Art of Dying in a Room”. Fertig gestellt.

Ausserdem (von mir):
- “1997. Das verdrängte Jahr” (Autobiographisches aus Angola)
- “Pukatawagan” (Arbeitstitel. Kleinstadtidyllen)
- “Tokio” (Arbeitstitel. Das vervielfachte Ich)

Bin jetzt ziemlich ausgeschossen. Ich werde wohl einige Tage Pause machen, bevor ich das nächste Projekt in Angriff nehme. Vielleicht sichte ich, bevor ich Neues versuche, bestehende Erzählungen, überarbeite sie und stelle ein kleines Bändchen zusammen. Es hat sich im Lauf des letzten Jahres einiges angesammelt, das eine Überarbeitung verlangt.


Markus A. Hediger am 01.06.2007
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