Fürs 2006
Allen Freunden und Lesern ein grosses, grosses Dankeschön für Freundschaft, Anregung, Hilfe und Unterstützung.
Fürs 2007
Wünsche ich allen das, was ich 2006 erhalten durfte.
Voller Dankbarkeit geht’s nun ab ins neue Jahr.
Allen Freunden und Lesern ein grosses, grosses Dankeschön für Freundschaft, Anregung, Hilfe und Unterstützung.
Fürs 2007
Wünsche ich allen das, was ich 2006 erhalten durfte.
Voller Dankbarkeit geht’s nun ab ins neue Jahr.
Sie wartete noch das Weihnachtsfest bei ihren Grosseltern am 24. ab, dann liess sie - gerade nach Hause gekommen - die Fruchtblase um 23:55 Uhr platzen. Kurz darauf setzten die Wehen ein. Nach zwölf für die Mutter sehr langen und schmerzhaften Stunden war die letzte Presswehe geschafft.
Isabella kam gestern, am 25. Dezember, um 12:35 Uhr auf die Welt.
Mutter und Kind sind wohlauf. Ebenso der dankbare und überglückliche Vater.
Hier nun der ganze Text als PDF. Darin die letzten, noch unveröffentlichten Textabschnitte. Neu auch: Keine Kapitelüberschriften, dafür Einfügungen, die eine eigene Geschichte erzählen. Und ein Epilog, der den Ausgangspunkt dieser Geschichte nochmals aufnimmt.
Dieser Text ist - so, wie er dasteht - ein Experiment und wird in dieser Form wohl nicht fortdauern. Dennoch glaube ich, die Rubrik “Equatoria” damit ausgeschöpft zu haben. Sie wandert demzufolge in der Rubrikliste ganz nach unten. Überarbeitungen werden aber selbstverständlich weiterhin hier eingestellt.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes, unbelastetes Weihnachtsfest.
Morgen wird, sollte sich bis dahin nichts tun, die Geburt unserer Tochter eingeleitet. Ich sitze wie auf Kohlen und kann es kaum erwarten, sie endlich endlich zu sehen und in den Armen zu halten!
>>> “Equatoria” hier downloaden.
Sara, entnehme ich Bellellis Tagebuch, kam wieder. In den Pausen zwischen Liebesbekundungen und liebesbedingter Erschöpfung lernte sie die Wörter seiner Sprache. Sie sprach zu ihm.
Die Oberfläche ist ein feingewobenes Netz von Bedeutungen. Diese ergeben sich aus Wörtern und deren streng reglementierte Anordnung. Das “Handbuch der Aussenposten” und die “Anleitung zur Errichtung und Wartung der Wachtürme” spezifiziert die Gesetze unserer Sprache.
Es sind keine Risse in der Oberfläche.
Sara konnte nicht lesen. Sie sprach zu Bellelli unter Missachtung der Regeln. So muss ich vermuten, denn Bellelli schreibt: “Saras Stimme verändert sich mit jedem Wort, das sie spricht. Es ist, als wäre es jedesmal eine andere, die zu mir kommt. Felsen rücken zusammen, Dünen bäumen sich. Dazwischen Rinnen, denen Wasser entströmt. Ich blicke in den Spiegel und erkenne mich nicht.”
Bellelli hat versucht, Saras Worte aufzuzeichnen. Der Stift verweigerte sich jedoch. Ich lege das Gewehr zur Seite und beuge mich über das Tagebuch. Was ich lese, ist unverständlich.
Die Erhaltung der Sprache und ihre Verteidigung gegen das Unbedeutende. Aus dem Radio tönen Nachrichten aus der Heimat. Der Tod ist isoliert, Exekutionskommandos mit Flammenwerfern stehen bereit. Die Sprache umkreist das endgültige Aus, jedes Wort strebt auf sein Grab zu. Wer hat dieses Empfinden, es gäbe ein Ende, es gäbe etwas, worauf nichts folgt, in die Welt gesetzt?
“Ohne Tod gibt es keine Bedeutung”, schreibt Bellelli nach seiner Begegnung mit Sara. Ich verstehe diese Aussage nicht. Hat Bellelli sein Gewehr wiedergefunden?
Seit Monaten berichtet der Nachrichtensprecher von der unmittelbar bevorstehenden Auslöschung des Todes. Er beschreibt die Methoden und Mechanismen, durch die der Tod in einen sprachlichen Isolationsraum gelockt werden könne. Bedeutungszusammenhänge müssten erst gelockert, dann durchtrennt werden. Niemand könne den Tod beschreiben. Niemand habe den Tod erlebt und sei danach in der Lage gewesen, darüber zu sprechen. Sprache schreite in der Zeit voran. Der Tod setze ihr ein Ende. Deshalb sei es so schwierig. Man müsse Geduld haben.