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Markus A. Hediger am 31.10.2006
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Collateral damage

Erst als sich das Verständnis des Menschen als Maschine durchzusetzen begann, wurde eine Annäherung der Maschinen an den Menschen möglich. Die Forderung, erstere seien letzteren unterzuordnen, war nicht länger aufrechtzuerhalten.
In Indochina zogen erstmals Maschinen in den Krieg. 


Markus A. Hediger am 30.10.2006
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Imbiss

Auf der Suche nach möglichen Gründen für die Fahnenflucht meines Vorgängers stosse ich auf folgenden Satz: Wird Druck auf sie ausgeübt, gibt die Oberfläche nach. Aufzeichnungen der Überwachungskameras zeigen ihn auf dem Boden liegend, in regungsloser Pose stundenlang. Ich verharre in gleicher Stellung, das Gewehr im Anschlag. Aus dem kleinen Taschenradio, das ich immer mit mir führe, ertönt arabische Blasmusik. 


Markus A. Hediger am 30.10.2006
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Ein Butterbrot

Da ist dieses eigenartig insistierende Gefühl, ich sei Teil der Landschaft. Eine Seemeile, schrieb mein Vorgänger, müsste zu überblicken sein. Wäre da nicht die Hügelkette Las Irmanas im Westen, die sich als Erinnerung an bewegtere Zeiten oberflächig hervorhebt. Bewegung, schrieb er, entsteht durch Interaktion zwischen Oberflächen. Ich vertreibe mir die Zeit mit Schiessübungen. Die Pistolenkugel löst Oberflächensplitter vom Gestein. Ansonsten passiert nichts. Ich führe das Tagebuch meines Vorgängers fort. Die Bewegungen meines Stiftes auf dem Papier bewirken sehr geringe Veränderungen in der Landschaft. Sie sind nicht der Rede wert. 


Markus A. Hediger am 30.10.2006
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Warten im Sand

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Wir können uns nicht sicher sein, was genau geschah. Ich glaubte, mich an einen Achsenbruch zu erinnern, der uns zum Warten zwang. Wir, die Kinder, spielten im Sand.
Mein Vater meint, ich - Kaugummi kauend - sei gar nicht dabei gewesen.
Weshalb aber ist dieses Bild in meinen Erinnerungen so präsent?
Die Sehnsucht nach einer Geschichte, einer eigenen, antwortet Vater, erzeugt seltsame Bilder.
Es sei immer wieder eine Überraschung, wenn er das beleuchtete Papier in der Dunkelkammer aus dem Entwickler hebe.
Wir einigen uns darauf, dass zumindest Elisamar, mein einheimischer Ziehbruder, mit dabei gewesen sei. Elisamar und der Jeep.
Es ist seine Erinnerung.


Markus A. Hediger am 29.10.2006
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