Idylle

Der letzte Krieg liegt Jahrzehnte zurück. Ein Monument im Zentrum der Hauptstadt erinnert an die Gefallenen. Auf dem historischen Schlachtfeld inszeniert ein patriotisch gesinnter Geschichts- und Trachtenverein jährlich den letzten Kampf. In den Kasernen werden die Fenster geputzt. Auf dem Gottesacker finden sich die Gräber jener, die an Krankheit und Alter gestorben sind. Die Friedhofsmauern verlieren sich hinter den Hügeln. 

Kiruna |
Markus A. Hediger am 07.10.2006
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Van Deamon’s Land

Da standen die Seefahrer also im Hafen und blickten aufs Meer hinaus. Sie suchten den Horizont. Bei bestimmten Wetterlagen fanden sie ihn nicht. Das Wasser ging nahtlos in den Himmel über. Die Wellen schwappten in die Wolken.
Deshalb hatten sie Angst vor der See: Nicht etwa, weil sie befürchteten, das Meer könne plötzlich aufhören und sie samt Schiff ins Bodenlose spülen. Sondern weil sie nicht in den Himmel wollten. Nicht so schnell.
Als dann der Druck der bankrotten KönigshausÖkonomien so gross wurde, die Sagen von umwobenen Schätzen so verlockend, dass man zu glauben gewillt war, hinter dem Meer sei Welt, hissten sie die Segel, fuhren hinaus und fanden die Hölle.
Man braucht nur die Geschichtsbücher lesen. So war’s.

Tasmania |
Markus A. Hediger am 06.10.2006
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Kriegsgut

Als die Armeen der Besetzungsmacht endlich abzogen, liessen sie Gerätschaften und Maschinerien zurück, die nun ganz auf sich allein gestellt waren. Die Soldaten waren gegangen und hatten das Licht nicht ausgemacht.

Indochina |
Markus A. Hediger am 05.10.2006
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